AR PRODUKTKONFIGURATOR ENTWICKELN LASSEN
Produkte konfigurieren und direkt im Raum erleben
Wer einen AR Produktkonfigurator entwickeln lassen möchte, verbindet zwei Funktionen, die im Vertrieb komplexer Produkte besonders wirkungsvoll zusammenspielen: Kunden konfigurieren ein Produkt interaktiv in 3D und können genau diese gewählte Variante anschließend in Augmented Reality im realen Raum betrachten. Farben, Ausstattungen, Module, Abmessungen oder Zubehör werden dadurch nicht nur als Liste ausgewählt, sondern unmittelbar visuell nachvollziehbar.
AR Produktkonfigurator entwickeln lassen im Überblick
Als Augmented-Reality-Agentur entwickelt Design4real individuelle 3D- und Augmented-Reality-Anwendungen für Unternehmen. Wenn keine Konfigurationslogik notwendig ist, ist eine AR-Produktpräsentation die schlankere Variante. Ein AR Produktkonfigurator kann dabei als Webanwendung, WebAR-Lösung oder native App umgesetzt und an bestehende Websites, Produktdaten, Anfrageprozesse oder Sales-Systeme angebunden werden. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Technologien zu kombinieren, sondern den Konfigurationsprozess so aufzubauen, dass er für Kunden verständlich bleibt und für den Vertrieb tatsächlich nutzbar ist.
Gerade bei erklärungsbedürftigen B2B-Produkten entsteht ein Vorteil, wenn abstrakte Varianten greifbar werden. Eine Maschine kann in unterschiedlichen Ausstattungen gezeigt werden, ein technisches System lässt sich in einer realen Umgebung platzieren und ein Produkt, das physisch noch nicht verfügbar ist, kann trotzdem bereits präsentiert werden.
Was ein AR Produktkonfigurator im Vertrieb leisten kann
Ein klassischer Konfigurator beantwortet die Frage: Welche Produktvariante soll zusammengestellt werden? Augmented Reality ergänzt eine zweite Frage: Wie wirkt diese konkrete Konfiguration in meiner realen Umgebung?
Damit unterscheidet sich ein AR Produktkonfigurator von einer einfachen 3D-Produktansicht. Nutzer wählen Optionen aus und sehen unmittelbar, wie sich das digitale Modell verändert. Anschließend kann die konfigurierte Variante beispielsweise auf einer Fläche im Raum platziert, aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und im Verhältnis zur realen Umgebung eingeschätzt werden.
Varianten, Ausstattung und Zubehör verständlich machen
Bei technisch komplexen Produkten bestehen Varianten häufig nicht nur aus unterschiedlichen Farben. Konfigurierbar sind zum Beispiel Aufbauten, Werkzeuge, Kabinen, Module, Anbauteile, Materialien, Leistungsklassen oder Ausstattungspakete.
Ein sinnvoll entwickelter AR Produktkonfigurator bildet diese Abhängigkeiten logisch ab. Unzulässige Kombinationen werden ausgeschlossen, verfügbare Optionen werden nachvollziehbar strukturiert und das 3D-Modell reagiert in Echtzeit auf die Auswahl.
Bei umfangreichen Produktlinien kann die Konfigurationslogik aus bestehenden Produktdaten oder Regelwerken übernommen werden. Je nach Projekt lassen sich außerdem Preise, Artikelnummern, technische Spezifikationen oder Angebotsanfragen integrieren.
Produkte im Maßstab im realen Raum beurteilen
Der AR-Modus ist besonders dann sinnvoll, wenn Größe, Platzbedarf oder räumliche Wirkung eine Rolle spielen. Eine Maschine, ein Gehäuse, ein Möbelstück, eine technische Anlage oder ein Messestandmodul kann virtuell dort platziert werden, wo es später tatsächlich stehen soll.
Dabei ist eine saubere Skalierung wesentlich. Ein Produkt, das in AR nur ungefähr groß dargestellt wird, kann für Marketingzwecke ausreichen. Wenn jedoch Abmessungen oder Einbausituationen bewertet werden sollen, muss die Anwendung deutlich präziser geplant und getestet werden.
Augmented Reality ist deshalb kein Ersatz für technische Vermessung oder verbindliche Montageplanung. Sie kann aber sehr gut dabei helfen, Größenverhältnisse, Varianten und räumliche Zusammenhänge frühzeitig verständlich zu machen.
Vom Konfigurator direkt in den Sales-Prozess
Ein Produktkonfigurator wird besonders wertvoll, wenn die Session nicht mit der 3D-Ansicht endet. Die ausgewählte Konfiguration kann beispielsweise als Anfrage an den Vertrieb übergeben, mit einer eindeutigen Konfigurations-ID gespeichert oder an ein CRM-, CPQ- oder Angebots-System angebunden werden.
Damit entsteht aus einer visuellen Anwendung ein konkretes Werkzeug für den Verkaufsprozess. Vertriebsmitarbeiter sehen, welche Variante ein Interessent zusammengestellt hat, und können auf genau dieser Basis weiterarbeiten.
Design4real hat diesen Ansatz bereits bei einem webbasierten 3D-Konfigurator für den SENNEBOGEN 355e umgesetzt. Auf Basis der vorhandenen CAD-Daten entstand ein Echtzeit-3D-Modell, dessen Features im Browser konfiguriert werden können. Die gewählte Konfiguration ist direkt mit dem Sales-Prozess verbunden:
WebAR, native App oder browserbasierter 3D-Konfigurator?
Wer einen AR Produktkonfigurator entwickeln lassen möchte, sollte die technische Plattform nicht vor dem Use Case festlegen. Die beste Lösung hängt davon ab, wie komplex die Konfiguration ist, wie viele Nutzer erreicht werden sollen und wie eng die Anwendung in bestehende Systeme integriert werden muss.
WebAR senkt die Einstiegshürde
WebAR kann direkt über einen Link oder QR-Code gestartet werden. Nutzer müssen keine App installieren. Das ist besonders interessant für Marketing, Vertrieb, Messen und Produktseiten, auf denen möglichst viele Personen unmittelbar Zugang erhalten sollen.
Für einfache bis mittlere Konfigurationen kann eine Webanwendung die 3D-Konfiguration übernehmen und anschließend in einen AR-Modus wechseln. Moderne mobile Plattformen stellen dafür unterschiedliche Möglichkeiten bereit.
Auf Apple-Geräten können USDZ-Modelle beispielsweise über AR Quick Look aus Websites heraus in der realen Umgebung betrachtet werden. Apple beschreibt Quick Look als Möglichkeit, 3D-Objekte aus Websites oder Apps heraus in AR auf iPhone und iPad zu platzieren:
Allerdings ist AR Quick Look nicht automatisch ein vollständiger Produktkonfigurator. Wenn umfangreiche Logiken, dynamische Varianten, individuelle Benutzeroberflächen, Tracking-Funktionen oder Backend-Verbindungen benötigt werden, ist eine individuell entwickelte WebAR- oder App-Lösung häufig sinnvoller.
Native AR für komplexere Funktionen
Eine native Anwendung bietet mehr Kontrolle über Sensorzugriffe, Tracking, Interaktionen und gerätespezifische Funktionen. Sie kann sinnvoll sein, wenn ein Konfigurator regelmäßig von Vertriebsmitarbeitern eingesetzt wird, offline funktionieren soll oder besondere Tracking- und Integrationsanforderungen bestehen.
Dafür steigt jedoch die Einstiegshürde. Installation, Updates, Betriebssystemversionen und App-Verteilung müssen berücksichtigt werden. Deshalb sollte eine native App nicht allein wegen einer maximalen Feature-Liste gewählt werden.
D zuerst, AR dort einsetzen, wo sie wirklich hilft
In vielen Projekten ist ein hybrider Ansatz optimal. Nutzer konfigurieren das Produkt zunächst komfortabel in einer browserbasierten 3D-Ansicht. Erst danach wird die gewählte Variante in AR geöffnet.
Das reduziert die Komplexität im AR-Modus und ermöglicht eine übersichtliche Konfiguration auch auf Desktop-Geräten. Gleichzeitig bleibt die räumliche Produktansicht auf Smartphone oder Tablet verfügbar.
Dieser Ansatz passt besonders gut zu B2B-Produkten mit vielen Varianten.
Wie Design4real einen AR Produktkonfigurator entwickelt
Ein professioneller AR Produktkonfigurator besteht aus mehreren technischen Ebenen. Das sichtbare 3D-Modell ist nur ein Teil davon. Hinzu kommen Produktlogik, Datenstruktur, Benutzeroberfläche, Performance, AR-Platzierung und gegebenenfalls die Anbindung an Vertriebs- oder Backend-Systeme.
CAD- und 3D-Daten für Echtzeit aufbereiten
Viele Industrieunternehmen besitzen bereits CAD-Daten ihrer Produkte. Diese sind eine wertvolle Ausgangsbasis, können jedoch normalerweise nicht unverändert in einer mobilen AR-Anwendung eingesetzt werden.
Konstruktionsdaten enthalten häufig sehr hohe Polygonzahlen, interne Bauteile, technische Details und Strukturen, die für die Produktvisualisierung nicht benötigt werden. Für Echtzeit-3D müssen Geometrie, Materialien, Texturen und Varianten deshalb gezielt optimiert werden.
Dabei soll die visuelle Qualität erhalten bleiben, während Datenmenge und Rechenlast reduziert werden. Je nach Produkt entstehen unterschiedliche Level of Detail, austauschbare Komponenten und optimierte Materialsets.
Für die AR-Ausgabe können anschließend plattformspezifische Formate und Pipelines notwendig sein. Apple verwendet für viele AR-Workflows USD beziehungsweise USDZ. In Web-3D-Kontexten sind außerdem Formate wie glTF verbreitet. Welche Pipeline sinnvoll ist, hängt von Plattform und Funktionsumfang ab.
Konfigurationslogik statt statischer Varianten
Ein guter Konfigurator speichert nicht einfach viele fertige Modelle. Stattdessen wird das Produkt modular aufgebaut und über Regeln gesteuert.
Wenn Option A gewählt wird, kann beispielsweise Option B automatisch entfallen. Ein bestimmtes Zubehör ist nur mit einer bestimmten Grundausstattung verfügbar. Farben oder Materialien können mehrere Komponenten gleichzeitig beeinflussen.
Solche Regeln müssen sauber strukturiert werden. Bei größeren Produktfamilien empfiehlt sich eine Trennung zwischen visueller 3D-Darstellung und Produktlogik. Dadurch lassen sich Produktdaten später leichter aktualisieren, ohne die gesamte Anwendung neu aufbauen zu müssen.
Benutzeroberfläche für Mobile und Sales
Auf einem Desktop kann ein Konfigurator viele Optionen nebeneinander darstellen. Auf einem Smartphone ist der Platz deutlich begrenzter. Deshalb muss die Benutzeroberfläche für den jeweiligen Nutzungskontext gestaltet werden.
In AR sollte die Oberfläche das Produkt nicht verdecken. Wichtige Funktionen müssen mit wenigen Schritten erreichbar sein. Für Messe- oder Sales-Anwendungen kann zusätzlich ein geführter Präsentationsmodus sinnvoll sein, damit Vertriebsmitarbeiter bestimmte Features gezielt vorführen können.
Backend, Lead- und Angebotsintegration
Je nach Ziel kann ein AR Produktkonfigurator an vorhandene Systeme angebunden werden. Möglich sind beispielsweise:
- Übergabe der Konfiguration an ein Kontakt- oder Lead-Formular
- Speicherung einer Konfigurations-ID
- Erstellung einer Zusammenfassung für den Vertrieb
- Verknüpfung mit CRM- oder CPQ-Systemen
- Übernahme von Produktdaten aus bestehenden Datenquellen
- Mehrsprachigkeit
- Analytics für verwendete Varianten und Interaktionen
Welche Schnittstellen sinnvoll sind, sollte früh definiert werden. Gerade bei komplexen Produktportfolios bestimmt die Datenarchitektur einen erheblichen Teil des Entwicklungsaufwands.
Wann sich ein AR Produktkonfigurator besonders lohnt
Ein AR Produktkonfigurator ist nicht für jedes Produkt notwendig. Wenn nur zwei Farben auswählbar sind und die räumliche Wirkung keine Rolle spielt, reicht häufig ein klassischer Web-Konfigurator.
Besonders sinnvoll wird AR jedoch, wenn mehrere der folgenden Faktoren zusammentreffen: Das Produkt ist groß oder schwer transportierbar, Varianten unterscheiden sich sichtbar, Kunden möchten die Wirkung im realen Raum beurteilen, das Produkt ist erklärungsbedürftig oder der Vertrieb benötigt ein mobiles Präsentationswerkzeug.
Auch bei Produkten, die erst als Prototyp oder CAD-Modell existieren, kann eine digitale Konfiguration früh eingesetzt werden. Vertrieb und Marketing müssen dann nicht warten, bis jede physische Variante produziert wurde.
Für Unternehmen mit vielen Produkten kann zudem eine wiederverwendbare technische Plattform interessant sein. Ein einmal entwickeltes System kann so aufgebaut werden, dass weitere Produktlinien, Varianten oder Länder später ergänzt werden können.
Design4real entwickelt seit vielen Jahren interaktive 3D-, AR-, VR- und Mixed-Reality-Anwendungen. Dadurch können wir nicht nur den AR-Teil betrachten, sondern prüfen, welche Kombination aus browserbasiertem 3D, WebAR, nativer App oder weiteren XR-Technologien für den konkreten Vertriebsprozess sinnvoll ist.
Passende Leistungen: Sennebogen 355e 3D Konfigurator · Augmented Reality Entwicklung · WebAR ohne App · Virtuelle Produktpräsentation
Weiterführende Quellen: developer.apple.com
Häufige Fragen zu AR Produktkonfigurator entwickeln lassen
Die Kosten hängen vor allem von Anzahl und Komplexität der Produktvarianten, Qualität der vorhandenen 3D- oder CAD-Daten, AR-Funktionsumfang, Plattformen und Schnittstellen ab. Ein einfacher Produktkonfigurator mit wenigen Varianten ist deutlich weniger aufwendig als ein System mit umfangreicher Regel-Logik, Backend, CRM- oder CPQ-Anbindung und mehreren Produktfamilien. Für ein belastbares Angebot sollte deshalb zunächst der gewünschte Konfigurationsumfang definiert werden.
Ja. CAD-Daten sind häufig eine sehr gute Grundlage für einen AR Produktkonfigurator. Sie müssen jedoch in der Regel für Echtzeit-3D optimiert werden. Dazu gehören die Reduktion unnötiger Geometrie, die Aufbereitung von Materialien und Texturen sowie die Strukturierung der konfigurierbaren Komponenten.
Ja, je nach Funktionsumfang kann eine WebAR-Lösung sinnvoll sein. Nutzer starten sie über einen Browser, Link oder QR-Code. Für komplexe Interaktionen, besondere Tracking-Funktionen, Offline-Betrieb oder tiefe Systemintegration kann dagegen eine native App Vorteile haben. Die Plattform sollte aus dem Use Case heraus gewählt werden.
Ja. Die gewählte Variante kann als strukturierte Konfiguration gespeichert und an ein Formular, CRM-, CPQ- oder Angebotssystem übergeben werden. Dadurch wird die AR-Anwendung direkt Teil des Sales-Prozesses.
Ja, wenn Datenmodell und Softwarearchitektur von Anfang an modular geplant werden. Produktlogik, 3D-Assets und Benutzeroberfläche sollten möglichst getrennt aufgebaut sein. So lassen sich zusätzliche Produktlinien, Varianten, Sprachen oder Funktionen später effizienter ergänzen.
Nein. Wenn die räumliche Wirkung eines Produkts für die Kaufentscheidung keine Rolle spielt, kann eine normale interaktive 3D-Konfiguration effizienter sein. AR ist besonders wertvoll, wenn Kunden Größe, Platzierung, Ausstattung oder Wirkung einer konkreten Konfiguration in ihrer realen Umgebung beurteilen möchten.
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