
Viele Kund:innen sagen: „Wir haben unsere Räume in 3D scannen lassen“ Was sie aber meinen ist Matterport… das ist kein 3D Scan!
Doch die Technologie hält nicht ganz das, was der Begriff „3D“ verspricht. Matterport erzeugt keine echte 3D-Struktur, sondern eine gut gemachte 360°-Fototour. Man bewegt sich von Panorama zu Panorama, und zwischen diesen Punkten entsteht eine künstliche Blende, die keinerlei räumliche Kontinuität besitzt.
Ein echter 3D-Scan – etwa über Gaussian Splatting – funktioniert völlig anders. Hier entsteht ein volumetrisches Abbild des Raums, das freie Navigation, echte Parallaxe und realistische Lichtverhältnisse ermöglicht. Genau an diesem Punkt beginnt der grundlegende Unterschied in der Diskussion Matterport vs Gaussian Splatting.
Das bedeutet:
keine freie Kamerabewegung
keine echte Tiefenstruktur
keine durchgehende räumliche Darstellung
Im Vergleich dazu erzeugt Gaussian Splatting ein volumetrisches Modell, das sich aus jedem Blickwinkel erkunden lässt. Die räumliche Darstellung ist nicht an feste Standpunkte gebunden, sondern ergibt sich aus der Gesamtheit der erfassten Splats.
Ein oft übersehener Punkt bei Matterport: die fehlende Parallaxe.
Fenster wirken häufig flach, fast wie Poster. Der Grund ist einfach: Ein Panorama besitzt nur einen einzigen Aufnahmewinkel. Die Außenansicht wird als flaches Bild eingebettet.
Auch Reflexionen verhalten sich unnatürlich. Sie sind in das Panorama „eingebrannt“ und reagieren nicht auf die Bewegung der Betrachter:innen. Sobald man den Kopf leicht zur Seite bewegt, bleibt die Spiegelung statisch.
Gaussian Splatting löst dieses Problem, weil die Szene volumetrisch erfasst wird. Licht, Reflexionen und Tiefeninformation ergeben sich aus der Position und Dichte der Splats. Dadurch entsteht ein realistischer räumlicher Eindruck, der sich dynamisch verändert.
Matterport bietet mehrere eigene Kameras an, die alle auf einem bildbasierten Erfassungsansatz beruhen. Die wichtigsten Modelle:
Smartphone-App (kostenlos)
Für einfache Scans, aber qualitativ stark eingeschränkt.
Matterport Pro2 (ca. 3.000–3.500 €)
Klassische Panoramakamera, die hochwertige 360°-Bilder liefert, aber weiterhin kein echtes 3D-Modell erzeugt.
Matterport Pro3 (ca. 6.000 €)
Mit LiDAR-Unterstützung, der Sensor dient jedoch nur zur Orientierung. Die Darstellung bleibt fotografiebasiert, nicht volumetrisch.
Gaussian Splatting ist hardwareagnostisch. Anders als Matterport ist man nicht an ein Kameramodell gebunden – es gibt mehrere praktikable Wege, um ein Splat-Modell zu erzeugen:
LiDAR-basierte 3D-Scanner (ca. 4.000–5.000 €)
Die zuverlässigsten Ergebnisse liefern mobile LiDAR-Systeme wie die Lixel K1 oder vergleichbare Geräte. Sie erfassen dichte Tiefeninformationen und liefern sehr gleichmäßige Splats.
DSLR- oder spiegellose Kameras
Hochwertige Fotokameras können über Fotogrammetrie-Workflows Splats erzeugen. Die Bildqualität ist exzellent, aber der Workflow ist aufwendiger und erfordert mehr Nachbearbeitung.
360°-Kameras
Kameras wie Insta360- oder Ricoh-Modelle können ebenfalls gezeigt werden. Die Qualität ist begrenzt, aber ausreichend für einfache Projekte oder große Außenaufnahmen.
Smartphones (inkl. iPhone LiDAR)
Moderne Smartphones mit LiDAR – oder reine Kameraaufnahmen – können Splats erzeugen. Die Qualität variiert, funktioniert aber überraschend gut für schnelle Scans oder kleinere Szenen.
Die Navigation in Matterport folgt strengen Regeln:
Man bewegt sich ausschließlich zwischen definierten Punkten. Eine echte Kamerafreiheit existiert nicht.
Diese Limitierung wirkt sich besonders stark aus, wenn man Matterport in VR oder interaktive Anwendungen übertragen möchte. Die starre Navigation führt häufig zu Unbehagen und wirkt künstlich.
Gaussian Splatting ist an dieser Stelle flexibler. Das Modell lässt sich:
frei im Raum erkunden,
in Unity oder Unreal Engine integrieren,
für VR, MR oder WebAR anpassen,
für Avatare und Interaktionen nutzen.
Der Unterschied zwischen Matterport vs Gaussian Splatting wird hier besonders deutlich: Matterport zeigt Räume. Gaussian Splatting ermöglicht, Räume zu erleben.
Ein zentraler Unterschied liegt bereits im Erfassungsprozess.
Matterport: Aufnahme von festen Standpunkten
Matterport-Kameras stehen traditionell auf einem Dreibeinstativ.
An definierten Positionen nimmt man ein Panorama auf. Diese Punkte werden später zu Navigationsknoten – und sind gleichzeitig die einzigen Blickwinkel, die Nutzer:innen später einnehmen können.
Das System ist darauf ausgelegt, selektive Perspektiven zu präsentieren. Bereiche, die man nicht zeigen möchte, werden einfach nicht gescannt.
Gaussian Splatting: Mobile Aufnahme des gesamten Raums
Beim Gaussian-Splatting-Workflow bewegt sich die Aufnahmehardware – etwa eine Lixel K1 oder ein anderes volumetrisches Scanrig – frei durch die Szene. Die Daten werden flächendeckend erfasst.
Dadurch entsteht:
eine vollständige volumetrische Rekonstruktion
freie Navigation im finalen Modell
authentische Darstellung aus jedem Winkel
ein nicht kuratierter, sondern vollständiger Raum
Dieser Ansatz ist ehrlicher und ermöglicht eine realistische Erkundung. Fehler oder Lücken im Scan werden sichtbar – was technisch korrekt, aber anspruchsvoller ist.
Matterport basiert auf Bilddaten.
Die Tour ist im Kern eine fotobasierte 360°-Erfahrung. Bei einem Zoom werden die Bilder unscharf, wie bei einem normalen Foto.
Gaussian Splatting nutzt Splats – kleine, elliptische Punkte, die im Raum verteilt sind. Das Modell entsteht aus Millionen dieser Splats.
Vorteile:
echte räumliche Tiefe
realistische Parallaxe
dynamisches Lichtverhalten
Nachteile:
wenn schlecht gescannt, entstehen semi-transparente Bereiche
einzelne Splats können sichtbar werden
unvollständige Daten zeigen sich deutlicher als bei Matterport
Bei Matterport bleibt ein unscharfes Foto ein unscharfes Foto.
Bei Gaussian Splatting sieht man im Zweifel die Struktur der Splats – ein natürlicher Effekt volumetrischer Systeme.
Matterport ist ein proprietäres System, das nur in der Matterport-Cloud funktioniert.
Ohne Abo verliert man Zugriff, und die Daten liegen dauerhaft auf US-Servern.
Dies birgt Probleme:
DSGVO-Unsicherheit
fehlende Kontrolle über die Daten
Abhängigkeit von einem amerikanischen Anbieter
Gaussian Splatting bietet dagegen:
lokale Speicherung
Hosting auf EU-Servern
volle Eigentümerschaft über die Daten
offene Weiterverwendbarkeit in 3D-Pipelines
Für professionelle Anwendungen ist diese Unabhängigkeit ein zentraler Vorteil.
Matterport ist technisch und kommerziell geschlossen.
Ein Export der Rohdaten oder deren freie Weiterverarbeitung sind stark eingeschränkt.
Gaussian Splatting hingegen basiert auf offenen Formaten wie PLY oder LCC.
Diese lassen sich:
in Unity und Unreal Engine nutzen,
in WebGL integrieren,
in Blender verarbeiten,
für Videoproduktion oder VR übernehmen.
Damit ist Gaussian Splatting langfristig die flexiblere und nachhaltigere Lösung.
Matterport bildet Räume ab, ist aber nicht für immersive XR-Anwendungen geeignet.
Die fehlende Parallaxe und die Hotspot-Navigation führen zu künstlichen, eingeschränkten VR-Erlebnissen.
Gaussian Splatting ist dagegen:
XR-ready
WebGL-performant
für Avatare nutzbar
natürlich in VR erlebbar
Insbesondere im Training, in der Architektur oder in der Kulturvermittlung entsteht dadurch ein deutlich authentischeres Erlebnis.
Matterport punktet eindeutig beim Thema Ease of Use. Die Plattform ist seit vielen Jahren auf dem Markt und bietet eine durchgängig geführte No-Code-Umgebung. Jede:r kann ohne technisches Vorwissen einen Rundgang erstellen: Kamera aufstellen, scannen, hochladen, fertig. Die Cloud übernimmt den Rest – inklusive Stitching, Navigation und Hosting. Technisch simpel, aber entsprechend eingeschränkt.
Gaussian Splatting ist im Vergleich dazu eine noch junge Technologie. Es gibt derzeit keine vollwertige No-Code-Lösung, die den Komfort und die Einfachheit von Matterport erreicht. Der Workflow erfordert etwas technisches Verständnis: Datenaufnahme, Konvertierung, Rendering und Integration in WebGL oder eine XR-Anwendung. Es gibt bereits Tools, die vieles vereinfachen – aber eine echte Out-of-the-Box-Lösung existiert noch nicht. Wenn sie Hilfe brauchen beim Erstellen von echten 3D Rundgängen steht ihnen eine kompletente XR Agentur wie Design4real zur Seite.
Für Nutzer:innen, die keinerlei Interesse an Technik oder Anpassung haben und einfach „nur schnell eine Tour brauchen“, ist Matterport daher vermutlich die kurzfristig bequemere Wahl. Allerdings zahlt man für diesen Komfort mit Einschränkungen, laufenden Gebühren, Datenabhängigkeit und einer stark limitierten 3D-Funktionalität.
Gaussian Splatting ist im Aufwand etwas höher – aber dafür bekommt man echte Datenhoheit, vollständige Freiheit bei der Darstellung und keine permanente Abo-Bindung.
Matterport ist eine visuell ansprechende Lösung für einfache Rundgänge, aber keine echte 3D-Technologie.
Die Darstellung ist kuratiert, bildbasiert und technisch limitiert.
Gaussian Splatting dagegen erzeugt:
echte räumliche Tiefe
freie Navigation
realistische Licht- und Oberflächenwirkung
volle Datenhoheit
Für moderne XR-Anwendungen, WebAR und immersive Raumdarstellungen ist Gaussian Splatting daher der klar überlegene Ansatz.
Matterport erzeugt eine Tour basierend auf 2D-Panoramen, bei der die Navigation über feste Hotspots erfolgt. Gaussian Splatting hingegen erzeugt ein volumetrisches Modell mit echter 3D-Erfahrung und freier Navigation.
Weil es auf fixen Panoramas basiert, keine durchgehende räumliche Darstellung erzeugt und keine echte Tiefeninformation bietet.
Echte räumliche Tiefe, freie Kamerabewegung, Datenhoheit, offene Formate und flexible Hardware- und Workflowwahl.
Sie sind interessierst in die Entwicklung einer Virtual Reality oder 360° Anwendung? Sie haben vielleicht noch Fragen zum Budget und Umsetzung. Melden sie sich gerne bei mir.
Ich freue mich auf Sie
Clarence Dadson CEO Design4real







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