Bye Bye Oculus GO

Es ist offiziell Oculus / Facebook wird die Oculus Go nicht weiter produzieren.
Was hat das für Auswirkungen für VR und 360° Video im B2B Bereich für Unternehmen und Werbetreibende?

Oculus will sich in Zukunft mehr auf Quest und Rift konzentrieren, die dank Positionstracking wesentlich immersivere Anwendungen erlauben, als das mit der Oculus Go möglich war. Die Go ist nur in der Lage die Kopfdrehung zu erkennen und bescherte jedem ein mulmiges Gefühl, der probierte sich bei einer Anwendung mit dem Kopf in die virtuelle Welt „hineinzulehnen“ oder gar noch mit dem Headset ein Schritt zu gehen.(not advised)
Aber die Oculus Go hatte im Bereich des VR Marketings eine wichtige Rolle. Denn die Brille war leicht zu bedienen und günstig anzuschaffen. So war die Oculus Go lange das günstigste Mittel VR Massenvorführungen zu realisieren. Vor allem wenn 360° Videos gezeigt werden sollen, ist das Positionstracking, das die Oculus Quest und Rift auszeichnet überflüssig. Diese Präsentationen finden meistens im sitzen statt. Wenn es nach Facebook geht, soll in Zukunft alles über die Oculus Quest abgebildet werden. Der Haken ist aber leider der recht krasse Preisunterschied zwischen der Oculus Go und der Quest. Eine Go konnte man bereits für 250 € bekommen wärend eine Quest unter 550 € nicht zu haben ist. Noch dazu will Oculus für B2B Anwendungen, dass von Unternehmen oder Werbetreibenden die Business Edition der Quest angeschafft wird, die dann satte 900 € kostet. Da wird es bei größeren Stückzahlen von Brillen schnell sehr teuer.


Pico to the Resue. Nur gut, dass es die Pico G2 gibt. Die für ca. 300 € einen guten Ersatz für die Oculus Go bietet. Die Pico bietet überdies eine höhere Auflösung, ist insgesamt wertiger verarbeitet und leichter zu reinigen. So verzichtet die Pico auf Schaumgummiteile, die auf dem Gesicht aufliegen. Die sind bei allen Pico -Modellen aus Kunstleder und leicht mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Diese Teile der VR Brille stellen bei allen Oculus Brillen ein großes Hygieneproblem dar, da sie sich regelrecht mit Schweiß vollsaugen, wenn Brillen auf Events länger im Gebrauch sind.
Weiterhin ist Pico explizit für den B2B Einsatz gemacht so, dass man rechtlich keine Abmahnungen vom Hersteller fürchten muss.
Fazit
Der Abschied von der Oculus Go fällt uns bei Design4real nicht schwer, denn wir hatten diese Brille sowieso auf Grund der mangelnden Bildqualität der schlechteren Verarbeitung und der rechtlichen Situation für uns abgeschrieben.
Ich würde jedem empfehlen Abstand von Oculus Go für die Umsetzung von Projekten zu nehmen, denn die Brille wird bereits in der aktuellen Oculus SDK nicht mehr supportet. Das deutet darauf hin, dass die Entwickler rasant gezwungen werden auf ein anderes Device umzusteigen um weiter mit aktuellen 3D Engines produzieren zu können.

Nicht nur guter Ersatz für die Oculus Go

Mehr

By Clarence Dadson