VR TRAINING ROI

Wann lohnt sich Virtual Reality Training für Unternehmen?

Der VR Training ROI ist für Unternehmen eine der wichtigsten Fragen vor der Einführung eines immersiven Trainingssystems. Technisch lässt sich heute vieles in Virtual Reality abbilden. Entscheidend ist jedoch, ob sich die Investition im konkreten Trainingsprozess wirtschaftlich und organisatorisch rechtfertigen lässt. Ein positiver Business Case entsteht nicht automatisch dadurch, dass eine Schulung in VR moderner oder eindrucksvoller wirkt.

VR TRAINING ROI

VR Training ROI im Überblick

Für eine belastbare Bewertung müssen die Entwicklungskosten einer VR-Anwendung den bisherigen Trainingskosten und den erwartbaren Einsparungen gegenübergestellt werden. Dazu gehören nicht nur Trainerhonorare oder Reisekosten. Auch Arbeitszeit der Teilnehmenden, Maschinenstillstände, Verbrauchsmaterial, Aufbau von Schulungsumgebungen, Wiederholungen und die Skalierung auf mehrere Standorte können einen erheblichen Einfluss haben.

Design4real entwickelt individuelle XR- und Virtual-Reality-Anwendungen für Unternehmen. Bei einem VR Training ROI betrachten wir deshalb nicht nur die Softwarekosten, sondern den gesamten Lebenszyklus eines Trainingssystems: von der Entwicklung über Hardware und Rollout bis zur wiederholten Nutzung.

VR Training ROI: Controllerin bewertet den Break-even eines VR-Trainings
VR Training ROI im Vergleich zu klassischen Schulungskosten

VR Training ROI berechnen: Welche Kosten müssen verglichen werden?

Eine einfache ROI-Berechnung folgt grundsätzlich derselben Logik wie bei anderen Investitionen:

ROI \= (wirtschaftlicher Nutzen – Gesamtkosten der Investition) / Gesamtkosten der Investition × 100

Für ein VR-Training bedeutet das zunächst, die vollständigen Kosten der virtuellen Lösung zu erfassen. Dazu zählen Konzeption, 3D-Inhalte, Softwareentwicklung, Hardware, Tests, Deployment, Wartung und gegebenenfalls Device Management oder Support.

Dem gegenüber steht der Aufwand des bisherigen Trainingsverfahrens. Genau hier liegt häufig der größte Unterschied zwischen Projekten.

Direkte Kosten des bisherigen Trainings

Klassische Schulungen verursachen je nach Szenario laufende Kosten. Dazu können gehören:

  • Trainer oder externe Schulungsanbieter
  • Reise- und Übernachtungskosten
  • Schulungsräume
  • Verbrauchsmaterial
  • Maschinen oder Trainingsanlagen
  • Aufbau und Rückbau
  • Produktionsunterbrechungen
  • Arbeitszeit der Teilnehmenden
  • wiederkehrende organisatorische Aufwände

Diese Positionen entstehen teilweise bei jedem neuen Trainingsdurchlauf erneut. Bei einer individuell entwickelten VR-Anwendung ist dagegen ein größerer Teil der Kosten am Anfang gebündelt. Danach kann dieselbe Anwendung häufig viele Male verwendet werden.

Genau dieser Unterschied ist für den VR Training ROI entscheidend: hohe Initialkosten treffen auf vergleichsweise geringe Kosten pro zusätzlicher Nutzung.

Zeit als wirtschaftlicher Faktor

Arbeitszeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Wenn beispielsweise 500 Mitarbeitende eine Schulung absolvieren und das virtuelle Training pro Person deutlich weniger Zeit benötigt, kann sich die eingesparte Arbeitszeit zu einem relevanten Betrag summieren.

Dabei sollte allerdings nicht einfach angenommen werden, dass VR grundsätzlich schneller ist. Die Trainingsdauer muss für den konkreten Prozess gemessen werden.

Eine häufig zitierte PwC-Studie zu Soft-Skills-Training verglich Classroom-, E-Learning- und VR-Training. In diesem konkreten Versuchsaufbau absolvierten die VR-Teilnehmenden das Training deutlich schneller. PwC zeigte außerdem, dass die höheren Produktionskosten des VR-Kurses mit steigender Teilnehmerzahl relativiert wurden. Diese Ergebnisse sind interessant, dürfen aber nicht pauschal auf jedes technische, medizinische oder sicherheitsbezogene Training übertragen werden.

Wann verbessert Skalierung den VR Training ROI?

Ein wichtiger Vorteil digitaler Trainingssysteme liegt in ihrer Wiederholbarkeit. Ist die Anwendung einmal entwickelt, kann sie an mehreren Standorten und mit vielen Teilnehmenden eingesetzt werden, ohne dass jedes Mal das komplette Training neu organisiert werden muss.

Der VR Training ROI verbessert sich deshalb typischerweise dann, wenn ein Training regelmäßig wiederholt wird, viele Personen geschult werden oder traditionelle Trainings hohe variable Kosten verursachen.

Viele Teilnehmer und wiederkehrende Schulungen

Ein einmaliges Training für zehn Personen ist wirtschaftlich anders zu bewerten als eine Schulung, die jedes Jahr von mehreren hundert Mitarbeitenden absolviert werden muss.

Bei steigenden Teilnehmerzahlen verteilen sich Entwicklungskosten auf mehr Trainingsvorgänge. Dadurch sinken die rechnerischen Kosten pro Person.

Das bedeutet allerdings nicht, dass es eine universelle Teilnehmerzahl gibt, ab der sich VR lohnt. PwC erreichte in seiner Soft-Skills-Studie Kostenparität mit Classroom Training bei 375 Lernenden und mit E-Learning bei 1.950 Lernenden. Diese Werte gelten für den dort untersuchten Kurs, dessen Produktionskosten und die zugrunde gelegten Personalkosten. Für ein Maschinen-, Sicherheits- oder Servicetraining kann der Break-even deutlich früher oder später liegen.

Mehrere Standorte

Der wirtschaftliche Nutzen steigt häufig, wenn identische Prozesse an verschiedenen Standorten trainiert werden müssen.

Statt Trainer, Maschinen oder Mitarbeitende regelmäßig zu transportieren, kann ein standardisiertes Trainingssystem lokal genutzt werden. Besonders bei internationalen Unternehmen können Reise- und Organisationskosten damit einen relevanten Teil des Business Case ausmachen.

Gleichzeitig entstehen bei einem Rollout zusätzliche Kosten für Headsets, Gerätemanagement, Support, Updates und gegebenenfalls lokale Betreuung. Ein seriöser VR Training ROI berücksichtigt deshalb beide Seiten.

Wiederverwendung von 3D-Assets und Softwaremodulen

Ein weiterer Hebel ist die Wiederverwendung bereits entwickelter Inhalte.

Wird beispielsweise eine Produktionsmaschine einmal als optimiertes Echtzeit-3D-Modell aufbereitet, kann dieses Modell später in zusätzlichen Trainingsmodulen, Wartungsanwendungen, Produktpräsentationen oder Mixed-Reality-Szenarien eingesetzt werden.

Ähnliches gilt für Softwarekomponenten wie Benutzerführung, Interaktionssysteme, Auswertungen oder Mehrsprachigkeit. Eine Plattformstrategie kann den VR Training ROI über mehrere Anwendungen hinweg deutlich verändern, weil nicht jedes Modul technisch bei null beginnt.

Welche Einsparungen sind beim VR Training realistisch?

Die größten Einsparungen entstehen nicht bei jedem Unternehmen an derselben Stelle. Deshalb sollte der Business Case aus dem bestehenden Prozess heraus entwickelt werden.

Weniger Reise- und Traineraufwand

Wenn Trainer regelmäßig verschiedene Standorte besuchen müssen oder Mitarbeitende für Schulungen reisen, entstehen fortlaufende Kosten.

Ein VR-Training kann bestimmte Lerninhalte lokal verfügbar machen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Trainer vollständig entfallen. Häufig ist ein Blended-Learning-Modell sinnvoller, bei dem Theorie, persönliche Betreuung und praktisches VR-Training miteinander kombiniert werden.

Weniger Maschinenstillstand

Bei technischen Schulungen kann die Verfügbarkeit realer Anlagen ein entscheidender Faktor sein.

Wenn eine Maschine für Trainingszwecke aus der Produktion genommen werden muss, entsteht ein wirtschaftlicher Aufwand, der weit über die eigentliche Trainingszeit hinausgehen kann. In VR lassen sich bestimmte Abläufe unabhängig von der realen Anlage üben.

Besonders sinnvoll ist das bei Prozessen, die selten auftreten, nur während Wartungsfenstern zugänglich sind oder aus Sicherheitsgründen nicht beliebig oft real geübt werden können.

Weniger Verbrauchsmaterial

Bei manchen Trainings werden Werkstücke, Materialien, Schutzmittel oder andere Verbrauchsgüter eingesetzt. Virtuelle Trainings können bestimmte Übungsphasen ohne diesen Materialverbrauch ermöglichen.

Auch hier gilt: VR ersetzt nicht automatisch jede praktische Schulung. Wenn reale Haptik, Materialverhalten oder physische Kraft entscheidend sind, bleibt reales Training notwendig. Wirtschaftlich interessant kann jedoch eine Kombination sein, bei der Grundlagen und Abläufe zunächst virtuell trainiert werden und die reale Maschine erst für fortgeschrittene Übungsschritte benötigt wird.

Standardisierung und gleichbleibende Trainingsqualität

Nicht jeder Nutzen lässt sich direkt in Euro ausdrücken.

Ein VR-Training kann dafür sorgen, dass alle Teilnehmenden dieselben Szenarien, Aufgaben und Informationen erhalten. Trainingsschritte können wiederholt und Fehler konsistent ausgewertet werden.

Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 zeigt, dass die Wirksamkeit von VR-Training stark davon abhängt, welche VR-Funktionen für die jeweilige Aufgabe eingesetzt werden. Genau deshalb sollte nicht die Technologie selbst, sondern der Task-Technology-Fit im Mittelpunkt stehen.

Beispiel für eine VR Training ROI Kalkulation

Ein vereinfachtes Rechenmodell kann bereits in einer frühen Projektphase helfen.

Angenommen, ein Unternehmen trainiert jedes Jahr 300 Mitarbeitende an mehreren Standorten. Eine klassische Schulung verursacht pro Teilnehmer Kosten durch Trainer, Reise, Arbeitszeit und Organisation. Zusätzlich muss eine Maschine für bestimmte Übungen verfügbar sein.

Im ersten Schritt werden alle jährlichen Kosten des bestehenden Trainings erfasst:

Jährliche Baseline-Kosten \= Trainer \+ Teilnehmerzeit \+ Reisen \+ Räume \+ Material \+ Anlagenzeit \+ Organisation

Danach werden die Kosten der VR-Lösung betrachtet:

VR-Gesamtkosten \= Entwicklung \+ Hardware \+ Einführung \+ Betrieb \+ Updates \+ Support

Anschließend werden die jährlichen Einsparungen ermittelt:

Jährlicher Nutzen \= vermiedene Baseline-Kosten \+ zusätzliche messbare Effekte

Der Break-even ist erreicht, sobald die kumulierten Einsparungen die Investitions- und Betriebskosten übersteigen.

Diese Rechnung sollte idealerweise über drei bis fünf Jahre betrachtet werden. So wird sichtbar, ob eine höhere Anfangsinvestition durch regelmäßige Nutzung wirtschaftlich sinnvoll wird.

Wichtig ist außerdem eine realistische Nutzungsannahme. Ein theoretisch hervorragender VR Training ROI hilft wenig, wenn das System nach einem Pilotprojekt kaum eingesetzt wird.

VR Training ROI verbessern: mit dem richtigen Use Case starten

Der wichtigste Hebel liegt häufig bereits vor der Entwicklung.

Ein Unternehmen sollte nicht fragen: „Wo können wir VR einsetzen?“, sondern: „Welcher Trainingsprozess verursacht heute hohe Kosten, Risiken oder organisatorische Probleme?“

Besonders interessant sind häufig Prozesse mit mindestens einem der folgenden Merkmale:

  • viele wiederkehrende Teilnehmer
  • mehrere Standorte
  • hohe Trainer- oder Reisekosten
  • teure oder schwer verfügbare Maschinen
  • gefährliche Trainingssituationen
  • hoher Materialverbrauch
  • seltene, aber kritische Abläufe
  • standardisierbare Prozessschritte
  • häufige Wiederholungen oder Rezertifizierungen

Je mehr dieser Faktoren zusammenkommen, desto wahrscheinlicher ist ein belastbarer Business Case.

Ein Pilotprojekt kann anschließend reale Daten liefern: Trainingsdauer, Fehlerquote, Akzeptanz, notwendige Betreuung und tatsächliche Nutzung. Auf Basis dieser Werte lässt sich der VR Training ROI für einen größeren Rollout wesentlich genauer berechnen.

VR Training ROI durch Skalierung und wiederholte Nutzung

Nicht jeder positive Effekt gehört in den finanziellen ROI

Bei Wirtschaftlichkeitsrechnungen werden häufig weiche Vorteile vorschnell in Geldwerte umgerechnet. Das kann den Business Case künstlich verbessern.

Höhere Motivation, bessere Standardisierung oder die Möglichkeit, gefährliche Situationen sicher zu simulieren, können wichtige Vorteile sein. Sie sollten jedoch separat ausgewiesen werden, wenn kein belastbarer monetärer Wert vorliegt.

Dass VR-Training grundsätzlich Potenzial besitzt, wird durch verschiedene wissenschaftliche Arbeiten gestützt. Eine Meta-Analyse von kontrollierten Studien kam bereits zu dem Ergebnis, dass VR-Trainingsprogramme gegenüber den untersuchten Alternativen insgesamt bessere Resultate erzielen können. Gleichzeitig zeigte die Untersuchung, dass vor allem die Passung zwischen Aufgabe und Technologie relevant ist und nicht eine bestimmte Hardware oder möglichst viele Gamification-Elemente.

Das ist auch für die wirtschaftliche Bewertung entscheidend. Ein positiver VR Training ROI entsteht nicht durch möglichst viel Technik, sondern durch eine Lösung, die ein reales Trainingsproblem effizienter löst.

So unterstützt Design4real bei der Wirtschaftlichkeitsbewertung

Vor einer umfangreichen Entwicklung sollte zunächst geklärt werden, welche Kosten und Prozesse heute tatsächlich bestehen.

Design4real kann gemeinsam mit dem Unternehmen einen geeigneten Trainingsprozess auswählen, den technischen Umfang definieren und ein Pilotkonzept entwickeln. Dabei betrachten wir nicht nur die gewünschte VR-Anwendung, sondern auch vorhandene 3D-Daten, Hardware, Rollout, mögliche Schnittstellen und spätere Erweiterungen.

Die Entwicklungsbudgets selbst werden auf der Seite „VR Training Kosten“ detaillierter erläutert:

Weitere Informationen zu individuellen Trainingslösungen:

Referenzprojekt VR-Training für Pflegepersonal:

Über Design4real als VR-Entwicklungspartner:

Passende Leistungen: Virtuelle Trainings · Stell dir vor | VR Training · Virtual Reality · VR-Training Kosten · VR-Training in der Industrie

Weiterführende Quellen: pwc.com · link.springer.com

KUNDEN, DIE UNS VERTRAUEN
Kundenlogos von design4real
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Häufige Fragen zu VR Training ROI

Der VR Training ROI vergleicht die vollständigen Kosten des virtuellen Trainingssystems mit den wirtschaftlichen Einsparungen gegenüber dem bisherigen Trainingsverfahren. Berücksichtigt werden sollten Entwicklung, Hardware, Betrieb und Support ebenso wie Trainerkosten, Arbeitszeit, Reisen, Material und gegebenenfalls Maschinenstillstände.

Es gibt keine allgemein gültige Teilnehmerzahl. Je höher die laufenden Kosten des bisherigen Trainings sind, desto früher kann ein Break-even entstehen. Die häufig zitierten PwC-Werte beziehen sich ausschließlich auf den dort untersuchten Soft-Skills-Kurs und sollten nicht ungeprüft auf andere Trainings übertragen werden.

Besonders relevant sind Teilnehmerzahl, Trainingshäufigkeit, Reise- und Trainerkosten, benötigte Arbeitszeit, Maschinenverfügbarkeit, Materialverbrauch sowie die Möglichkeit, Software und 3D-Inhalte über mehrere Jahre und Trainingsmodule wiederzuverwenden.

Nicht in jedem Fall. Bei vielen Lernzielen ist eine Kombination aus E-Learning, persönlicher Anleitung, VR-Training und realer Praxis sinnvoll. Entscheidend ist, welche Lernschritte durch die virtuelle Simulation tatsächlich besser, sicherer oder effizienter vermittelt werden können.

Das hängt vollständig vom Use Case ab. Bei häufig wiederholten, organisatorisch aufwendigen Trainings kann die Amortisation vergleichsweise schnell erfolgen. Bei kleinen Teilnehmerzahlen und geringen bisherigen Trainingskosten kann ein individuelles VR-System dagegen wirtschaftlich weniger sinnvoll sein.

Ja. Zunächst sollte eine erste Modellrechnung mit den vorhandenen Daten erstellt werden. Ein Pilot liefert anschließend reale Werte zu Trainingsdauer, Bedienung, Akzeptanz und Betreuung. Diese Daten ermöglichen eine wesentlich belastbarere Entscheidung über einen späteren Rollout.

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen.

Ob Virtual Reality, Augmented Reality oder WebAR: Wir beraten Sie individuell und entwickeln immersive Anwendungen, die zu Ihrer Marke und Zielgruppe passen. Kostenfreie Erstberatung, persönlich auf Augenhöhe.

+49 179 3927971  ·  info@design4real.de  ·  Lindwurmstr. 95a, München