XGRIDS Lixel K2: Funktionen, Genauigkeit und Einsatzbereiche

XGRIDS Lixel K2 im Vergleich: dichte Punktwolke, integriertes RTK, Unterschiede zum K1 und zur PortalCam sowie Einsatzmöglichkeiten mit Drohnen.
Offizielles Produktmotiv des XGRIDS Lixel K2 Handscanners

Der XGRIDS Lixel K2 verbindet eine dichtere Punktwolke mit einer deutlich besseren Bildqualität als der K1. Visuell kommt er nach unserer Einschätzung aber nicht an die PortalCam heran. Genau darin liegt seine besondere Rolle: Er eignet sich sowohl für technische Erfassung als auch für Medienproduktionen. Wer ausschließlich visuelle Medien produziert, greift wegen des niedrigeren Preises wahrscheinlich eher zur PortalCam. Der K2 kostet mehr, bringt dafür integriertes RTK und einen stärkeren Vermessungs-Workflow mit.

Offizielles XGRIDS-Motiv zur farbigen, dichten Lixel-K2-Punktwolke

Die kurze Einordnung: K1, K2 und PortalCam

Die Geräte setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Der K1 richtet sich vor allem an Vermessungstechniker und Anwender, die mobile LiDAR-Aufnahmen und Positionierungsfunktionen brauchen. Die PortalCam ist stärker für Medienproduktion und visuell überzeugende Gaussian-Splatting-Szenen gedacht. Der K2 liegt dazwischen: Er übernimmt die mobile LiDAR-Erfassung, verbessert die Bildqualität gegenüber dem K1 deutlich und kann zugleich für Medienproduktionen eingesetzt werden.

Das ist keine starre Grenze. Ich habe auch den K1 für Medienproduktionen verwendet. Die Geräte lassen sich je nach Projekt einsetzen; die entscheidende Frage ist, wo ihre Stärken und Kosten am besten zum Ziel passen.

SystemBildqualität / DarstellungTypischer SchwerpunktEinordnung
Lixel K1Ältere Bildqualität im Vergleich zum K2Mobile Vermessung und technische ErfassungKann auch in Medienprojekten eingesetzt werden
Lixel K2Deutlich besser als K1; visuell unter PortalCamLiDAR, dichte Punktwolke, RTK und gemischte WorkflowsFür technische Erfassung und Medienproduktion
PortalCamIm direkten Vergleich die stärkste visuelle QualitätMedienproduktion und fotorealistische 3DGS-SzenenWahrscheinlich die naheliegendere Wahl, wenn nur Visualisierung zählt
Lixel L3Hochwertigere Kameraoptik als K2Flaggschiff für anspruchsvolle, präzise ErfassungOberhalb der K2 angesiedelt

Der Punktwolkenvergleich geht in eine andere Richtung als der visuelle Vergleich: In unserer praktischen Gegenüberstellung liefert der K2 eine wesentlich dichtere Punktwolke als die PortalCam. Die PortalCam wirkt dafür visuell überzeugender. Diese Qualitätsbewertung stammt aus unserer Arbeit mit den Systemen und ist keine Herstellerangabe.

Was ist der XGRIDS Lixel K2?

Der K2 ist ein handgeführter LiDAR-Scanner aus der XGRIDS-Lixel-Serie. Während der Aufnahme kombiniert er räumliche Messdaten mit Kamerabildern und SLAM. Daraus lassen sich farbige Punktwolken, Meshes und Gaussian-Splatting-Modelle erzeugen. Die unterschiedlichen Ausgaben machen ihn für technische Dokumentation ebenso interessant wie für Visualisierung, XR und digitale Zwillinge.

XGRIDS nennt für den K2 bis zu 40 Meter Reichweite bei 10 Prozent Reflexionsgrad, eine Erfassungsrate von bis zu 200.000 Punkten pro Sekunde und 1 cm relative Genauigkeit. Solche Herstellerwerte hängen von Szene, Aufnahmebedingungen und Verarbeitung ab. Sie sind keine pauschale Genauigkeitsgarantie für jedes Vorhaben.

Offizielles XGRIDS-Motiv zum integrierten RTK des Lixel K2

Kamera und Bildqualität: K2 verbessert den K1

Gegenüber dem K1 liefert der K2 eine deutlich bessere Bildqualität. Das ist für farbige Punktwolken und visuelle 3D-Ergebnisse relevant und erweitert den Einsatzbereich über die reine Vermessung hinaus. Auch Medienproduktionen sind mit dem K2 möglich. Der Lixel K1 war dafür ebenfalls verwendbar; ich habe ihn selbst in Medienproduktionen eingesetzt.

Die PortalCam liefert im Vergleich jedoch die überzeugendere visuelle Qualität. Wenn ein Projekt vor allem auf die fotorealistische Wirkung einer Szene, eine virtuelle Begehung oder eine hochwertige 3DGS-Präsentation zielt, ist sie für uns die stärkere Wahl. Der K2 ist dann sinnvoll, wenn zugleich dichte Geometriedaten, eine Punktwolke oder ein Bezug zu Vermessungs- und Drohnendaten wichtig sind.

RTK im K2: der Unterschied zum K1 für Außenaufnahmen

Ein weiterer wichtiger Unterschied steckt in der Positionierung: Beim K2 ist das RTK-Modul integriert. Beim K1 musste es als separates Zubehör gekauft werden, was einen zusätzlichen, nicht unerheblichen Kostenpunkt bedeutete. RTK steht für Real-Time Kinematic. Dabei werden GNSS-Satellitenmessungen mithilfe von Korrekturdaten einer Referenzstation oder eines Korrekturdienstes präzisiert.

Für Anwender heißt das: Unter passenden Bedingungen lässt sich die Position eines Scans genauer in ein Koordinatensystem einordnen als mit einem gewöhnlichen GPS-Fix. RTK benötigt ausreichenden Satellitenempfang und Korrekturdaten. Es ist deshalb vor allem bei Außenaufnahmen hilfreich; in Innenräumen oder abgeschatteten Bereichen sind andere Teile des Aufnahme- und Registrierungsworkflows entscheidend.

Der Koordinatenbezug kann Alignments vereinfachen und ist besonders nützlich, wenn Bodenscans mit Drohnenaufnahmen zusammengeführt werden. Dafür müssen GNSS-Korrekturen, Koordinatensysteme, Aufnahme und Verarbeitung aufeinander abgestimmt sein. RTK richtet zwei Datensätze nicht von selbst perfekt aus; Kontrollpunkte und der passende Fusionsworkflow bleiben wichtig. XGRIDS beschreibt die Aerial Ground Map Fusion im Design4real-Beitrag sowie in der XGRIDS-Dokumentation.

Wann lohnt sich der K2 gegenüber der PortalCam?

Der K2 ist teurer als die PortalCam. Wenn ausschließlich Medienproduktion und die bestmögliche visuelle Wirkung zählen, würde man deshalb wahrscheinlich eher zur PortalCam greifen. Die PortalCam ist auf diesen visuellen Workflow ausgerichtet und eignet sich für fotorealistische Szenen, XR-Erlebnisse und die Präsentation realer Orte.

Der höhere Preis des K2 bringt einen anderen Nutzen: eine wesentlich dichtere Punktwolke als bei der PortalCam, mehr Präzision für technische Erfassung und das integrierte RTK für geeignete Außen- und Alignment-Workflows. Der K2 ist deshalb eine vielseitige Wahl für Projekte, in denen Medienproduktion und räumliche Messdaten zusammenkommen. Für reine Vermessungsanforderungen ist die Eignung immer an Genauigkeitsvorgaben, Abnahme und Verarbeitung zu prüfen.

Unser PortalCam-Review beschreibt den visuellen Capture-Ansatz. Wer die nächsthöhere Scannerklasse vergleicht, findet die Einordnung auf unserer Seite zum XGRIDS Lixel L3. Zum Vorgänger gibt es außerdem unseren Lixel-K1-Test.

Offizielles XGRIDS-Motiv zu Scan-Ausgaben und Datenworkflow des Lixel K2

Datenworkflow und typische Projekte

Aus einer Aufnahme können je nach Projekt Punktwolke, Mesh oder Gaussian Splat entstehen. Eine Punktwolke bildet die räumliche Geometrie ab und ist für technische Weiterverarbeitung wichtig. Ein Mesh eignet sich für klassische 3D-Pipelines. Gaussian Splats erhalten die visuelle Wirkung der Aufnahme und passen zu interaktiven, fotorealistischen Szenen. Die konkrete Verarbeitung hängt von Softwareversion, Lizenz und Exportformat ab.

Typische Anwendungen liegen in Architektur und Bau, Bestandsdokumentation, digitalen Zwillingen, Kulturerbe, XR und Medienproduktion. Der K2 ist besonders interessant, wenn ein Projekt sowohl überzeugende Bilder als auch dichtere räumliche Daten benötigt. Für reine Visualisierung kann die PortalCam trotz geringerer Punktwolkendichte die passendere und preislich attraktivere Lösung sein.

Häufige Fragen zum Lixel K2

Der K2 bietet gegenüber dem K1 eine deutlich verbesserte Bildqualität. In unserer Einschätzung erreicht er visuell dennoch nicht die PortalCam. Der K2 liefert dafür die wesentlich dichtere Punktwolke.

Ja. Der K2 lässt sich für Medienproduktionen einsetzen, ebenso wie der K1, den Clarence Dadson dafür bereits verwendet hat. Wenn ausschließlich visuelle Qualität zählt, ist die preislich günstigere PortalCam wahrscheinlich die naheliegendere Wahl.

Der K2 ist teurer, bringt aber eine dichtere Punktwolke, mehr Präzision für technische Erfassung und integriertes RTK mit. Das lohnt sich besonders, wenn Medienproduktion und vermessungsnahe Daten zusammenkommen.

RTK kann den Koordinatenbezug für Außenaufnahmen, Alignments und die Kombination von Boden- und Drohnendaten verbessern. Der Scan muss dafür in den passenden Aerial Ground Map Fusion Workflow und ein gemeinsames Koordinatensystem eingebunden werden.

clarence dadson

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Clarence Dadson · CEO Design4real

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