Der XGRIDS Lixel L3 ist das Flaggschiff der mobilen Scanner-Serie von XGRIDS. Gegenüber der K2 ist er mit einer sichtbar hochwertigeren Kameraoptik ausgestattet und richtet sich an Projekte, bei denen hohe Präzision und eine überzeugende visuelle Darstellung zusammenkommen. Zur Produkteinführung nannte XGRIDS eine validierte relative Genauigkeit von 5 mm, 4K-HDR-Farberfassung und integriertes RTK. Aus einer Aufnahme entstehen Punktwolken, Meshes und fotorealistische 3DGS-Szenen.

Was ist der XGRIDS Lixel L3?
Der Lixel L3 ist ein handgeführter räumlicher Scanner, der LiDAR, visuelle Sensorik, SLAM und RTK in einem System zusammenführt. Ein integriertes Display zeigt Erfassungsinformationen direkt am Gerät an. Die Aufnahmen lassen sich lokal verarbeiten; dafür ist kein durchgehender Cloud-Upload der Rohdaten erforderlich.
XGRIDS positioniert den L3 für größere, anspruchsvolle Projekte, in denen Geometrie und visuelle Qualität zugleich wichtig sind. Dazu gehören Bestandsaufnahmen, Architektur und Bau, digitale Zwillinge, Kulturerbe sowie Film- und XR-Produktion. Eine einzelne Erfassung kann je nach Workflow als Punktwolke, Mesh oder Gaussian Splat weiterverarbeitet werden.
Technische Eckdaten und Genauigkeit
- Relative Genauigkeit: 5 mm, von XGRIDS als validierter Wert zur Vorstellung des L3 genannt.
- LiDAR-Leistung: bis zu 640.000 Messpunkte pro Sekunde; die Produktdaten nennen eine Reichweite von 0,7 bis 120 m.
- Bildsystem: 1/1,3-Zoll-CMOS mit 4K-HDR-Aufnahme für Farbe und Oberflächendetails.
- Positionierung: integriertes RTK zur Erfassung absoluter Koordinaten unter geeigneten GNSS-Bedingungen.
- Ausgaben: Punktwolke, Mesh und 3D Gaussian Splatting.
- Erfassungstempo: XGRIDS nennt rund 100 m² in etwa zehn Minuten als typischen Richtwert.
Die Genauigkeitsangabe von 5 mm bezieht sich auf relative Genauigkeit. Sie darf nicht mit einer pauschalen Garantie für jedes Projekt oder mit absoluter GNSS-Genauigkeit verwechselt werden. Ergebnis und Wiederholbarkeit hängen unter anderem von Szene, Route, Satellitenempfang, Referenzdaten und Verarbeitung ab.
RTK: warum die integrierte Positionierung wichtig ist
RTK steht für Real-Time Kinematic. Es ist ein Verfahren der satellitengestützten Vermessung: Ein GNSS-Empfänger nutzt Korrekturdaten einer bekannten Referenzstation oder eines Referenznetzwerks. So können Positionen unter passenden Bedingungen deutlich genauer bestimmt werden als mit einem gewöhnlichen GPS-Empfänger.
Der praktische Nutzen liegt in georeferenzierten Daten. Ein Scan kann dadurch einfacher in ein vorhandenes Koordinatensystem, einen Lageplan oder ein weiteres Vermessungsmodell eingeordnet werden. Dafür braucht das Gerät eine ausreichende GNSS-Sicht und die passende Korrekturverbindung. Innenräume, tiefe Straßenschluchten, dichter Wald oder abgeschattete Bereiche sind für RTK ungünstig; dort bleiben SLAM, Kontrollpunkte und der konkrete Aufnahme-Workflow entscheidend.
RTK hilft auch, wenn Boden- und Drohnendaten zusammengeführt werden. XGRIDS‘ LCC Studio unterstützt eine Luft-Boden-Fusion, bei der Drohnenbilder und terrestrische Scandaten in einem gemeinsamen Modell kombiniert werden. Die Koordinatensysteme, Korrekturdaten und Aufnahmevorgaben müssen dafür zusammenpassen. RTK allein richtet zwei Datensätze nicht automatisch korrekt aus.
Wann ist der L3 sinnvoll?
Der L3 ist dann interessant, wenn ein Projekt sowohl räumliche Genauigkeit als auch eine hochwertige visuelle Dokumentation verlangt. Bei großen Bestandsgebäuden, Industrieanlagen, Außenräumen oder komplexen Innenräumen kann der Mix aus Geometrie, Farbe und integrierter Positionierung den Wechsel zwischen mehreren Erfassungssystemen reduzieren.
- Architektur und Bau: Bestand erfassen, Fortschritt dokumentieren und Daten für BIM- oder CAD-Workflows vorbereiten.
- Digitale Zwillinge: reale Räume und Anlagen als räumliche Datengrundlage für Planung, Betrieb und Visualisierung abbilden.
- Kulturerbe: Gebäude, Innenräume und Objekte mit Geometrie und visuellen Oberflächendetails dokumentieren.
- Film und XR: reale Orte als detailreiche 3DGS-Szene oder Mesh für virtuelle Produktion, Web und immersive Anwendungen aufbereiten.
- Drohnenprojekte: Boden- und Luftaufnahmen für einen größeren Maßstab zusammenführen, wenn Erfassung und Referenzsystem aufeinander abgestimmt sind.
L3 als Flaggschiff: Kameraoptik und Position gegenüber K2
Der L3 ist die Top-Klasse im XGRIDS-Portfolio. Gegenüber dem K2 bietet er eine nochmals bessere Kameraoptik und visuelle Erfassung; XGRIDS beschreibt ein 1/1,3-Zoll-CMOS-System mit 4K-HDR. Damit rückt der L3 die Bildqualität näher an die hohe geometrische Präzision heran. Der K2 bleibt die kompaktere und preislich niedrigere Geräteklasse mit sehr dichter Punktwolke und integriertem RTK.
Die Einordnung gegenüber der PortalCam folgt einer anderen Achse: Die PortalCam ist als Produkt für visuelle Medienproduktion besonders überzeugend. Der L3 ist das Flaggschiff für anspruchsvolle räumliche Erfassung, in der präzise Geometrie, Positionierung und hochwertige Bilddaten zugleich gefragt sind. Weitere Details zur mittleren Scannerklasse findest du auf unserer Seite zum XGRIDS Lixel K2.
Lixel L3 im Vergleich zu K2, L2 Pro und PortalCam
Die XGRIDS-Geräte bilden keine einfache Rangfolge. Sie sind auf unterschiedliche Aufgaben zugeschnitten:
- Lixel K2: leichter Handscanner für kleine bis mittlere Szenen und einen mobilen Arbeitsalltag. Er liefert eine sehr dichte Punktwolke, Meshes und 3DGS. Sein integriertes RTK gehört zur Standardkonfiguration.
- Lixel L2 Pro: mobiles Mapping-System für größere Distanzen und unterschiedliche LiDAR-Konfigurationen. Je nach Variante ist es für weitläufige oder komplexe Erfassungen ausgelegt.
- Lixel L3: neues High-End-System, das XGRIDS auf hohe relative Genauigkeit, hochauflösende Farberfassung und große, komplexe Einsatzorte ausrichtet.
- PortalCam: kamerazentriertes Capture-System für schnelle, visuell überzeugende Gaussian-Splatting-Szenen. In unserer praktischen Arbeit liefert sie eine bessere visuelle Wirkung als der K2, während der K2 die deutlich dichtere Punktwolke erzeugt.
Wenn die entscheidende Frage lautet „Wie sieht die Szene aus?“, ist die PortalCam für viele XR- und Visualisierungsaufgaben der direktere Weg. Wenn Punktwolkendichte, Geometrie, Koordinatenbezug oder die Fusion mit Drohnendaten stärker gewichtet werden, sind K2 oder L3 näher am Ziel. Der L3 richtet sich an Projekte, bei denen hohe Genauigkeit und Darstellung zusammen gefragt sind.
Mehr zur mittleren Geräteklasse findest du auf unserer Seite zum XGRIDS Lixel K2. Den visuellen Capture-Workflow zeigen wir im PortalCam-Review.
Software und Datenworkflow
Die Verarbeitung hängt von den gewünschten Ausgaben ab. XGRIDS nennt LixelStudio für Punktwolken- und Mesh-Workflows sowie LCC Studio für 3DGS-Rekonstruktion, Fusion und Veröffentlichung. Für Drohnen-Boden-Fusion gibt es Anforderungen an Aufnahmeroute, RTK-Daten und Verbindungspunkte. Die Funktionen und unterstützten Formate können von Softwareversion und Lizenzedition abhängen.
Vor der Anschaffung sollte deshalb nicht nur die Hardware verglichen werden: Entscheidend sind auch die enthaltene Software, die Exportformate, die Lizenzbedingungen und die Einbindung in vorhandene BIM-, CAD-, GIS-, Unity- oder Unreal-Projekte. Für eine XR-Anwendung muss außerdem früh geklärt werden, welche Datenmenge und Darstellungsqualität auf den Zielgeräten tatsächlich funktioniert.
Unser Fazit zum XGRIDS Lixel L3
Der Lixel L3 erweitert das XGRIDS-Portfolio um ein System, das präzise Geometrie, visuelle Details und integrierte Positionierung zusammenführen soll. Die 5-mm-Angabe zur relativen Genauigkeit ist ein Herstellerwert aus der Produkteinführung und sollte im eigenen Projektworkflow überprüft werden. Besonders relevant ist der L3, wenn umfangreiche Räume oder Außenbereiche nicht nur sichtbar, sondern auch geometrisch belastbar dokumentiert werden sollen.
Für rein visuelle Szenen bleibt die PortalCam eine attraktive Alternative; für handliches mobiles Scanning mit hoher Punktwolkendichte ist der K2 eine passende Gerätekategorie. Der L3 lohnt sich vor allem dann, wenn Projektumfang, Genauigkeitsanforderung und gewünschte 3D-Ausgaben sein größeres Leistungsspektrum rechtfertigen.
Design4real unterstützt Unternehmen dabei, Erfassungsverfahren, Datenaufbereitung und XR-Ausgabe aufeinander abzustimmen – von Gaussian Splatting im Web bis zu interaktiven Anwendungen in VR und Echtzeit-3D.
Weiterführende XGRIDS-Beiträge
- XGRIDS Lixel K2: Punktwolke, RTK und Medienproduktion
- Lixel K1: der Vorgänger im Test
- PortalCam Review: visueller Capture-Workflow
- Aerial Ground Map Fusion: Drohnen- und Scannerdaten verbinden
Häufige Fragen zum Lixel L3
Der Lixel L3 ist das Flaggschiff der mobilen XGRIDS-Scanner. Er verbindet präzise räumliche Erfassung mit einem hochwertigen 4K-HDR-Kamerasystem.
Der L3 ist gegenüber dem K2 mit einer sichtbar hochwertigeren Kameraoptik ausgestattet. XGRIDS nennt ein 1/1,3-Zoll-CMOS-System mit 4K HDR. Der K2 bleibt eine vielseitige, dichtere und preislich niedrigere Geräteklasse.
Das hängt vom Einsatzziel ab. Der L3 ist das XGRIDS-Flaggschiff für präzise räumliche Erfassung und hochwertige Bilddaten. Die PortalCam ist als System für visuelle Medienproduktion und überzeugende Gaussian-Splatting-Szenen besonders stark.
Das integrierte RTK unterstützt den Koordinatenbezug bei Außenaufnahmen. Für die Fusion mit Drohnendaten müssen zusätzlich Aufnahme, Korrekturen und Koordinatensystem im Aerial Ground Map Fusion Workflow zusammenpassen.






