Aerial-Ground Fusion mit XGRIDS LCC:
3D Scanning auf dem Boden und in der Luft ohne Umwege

Aerial Ground Map Fusion

Was ist Aerial-Ground Fusion überhaupt?

Moderne 3D-Erfassung wird zunehmend komplexer – sowohl was Datenvolumen als auch was Genauigkeit betrifft. Besonders in Bereichen wie Vermessung, Architektur, Bauwesen oder digitalen Zwillingen stehen Teams vor der Herausforderung, große Flächen und feine Details gleichzeitig abzubilden.

Mit dem Feature Aerial-Ground Fusion innerhalb der proprietären XGRIDS LCC Studio-Software gibt es eine Lösung, die genau dieses Problem adressiert. Der große Vorteil: automatische Fusion von Luftbildern und Bodendaten, ohne langwierige manuelle Workflows.

In diesem Beitrag erklären wir:

 

  • was LCC Studio ist,

  • was Aerial-Ground Fusion leistet,

  • wie es sich von klassischen Tools unterscheidet,

  • welche zusätzlichen Features es gibt,

  • wo die Grenzen liegen und

  • beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist XGRIDS LCC Studio?

LCC Studio (Lixel CyberColor Studio) ist eine proprietäre Softwareplattform von XGRIDS, die speziell zur Verarbeitung und Fusion von 3D-Daten entwickelt wurde, die mit XGRIDS-Hardware erfasst werden.

Dabei handelt es sich um ein geschlossenes Ökosystem:
➡️ Die Software funktioniert nur mit kompatiblen XGRIDS-Scannern wie dem L2 Pro, PortalCam oder K1.
➡️ Fremddaten können nicht uneingeschränkt verarbeitet werden.

LCC Studio basiert auf moderner 3D Gaussian Splatting (3DGS)-Technologie sowie SLAM-Algorithmen. Die Software wandelt Capture-Rohdaten in leichtgewichtige, fotorealistische und messbare 3D-Modelle um – effizient, schnell und ohne externe Tools.


Was ist Aerial-Ground Fusion?

Aerial-Ground Fusion ist ein Workflow innerhalb von XGRIDS LCC Studio, der zwei große Datentypen miteinander kombiniert:

1. Bodendaten

Aus vielen Perspektiven erfasste 3D-Scanpunkte, z. B. mit einem XGRIDS LiDAR-Handscanner wie L2 Pro oder Lixel K1

2. Luftbilder

Strukturierte Drohnenaufnahmen mit definierten Überlappungen (Overlap), die große Bereiche abdecken und gleichzeitig Textur- und Kontextinformationen liefern.

Das Besondere am Aerial-Ground Fusion-Workflow:
➡️ Die beiden Datensätze werden automatisch in ein gemeinsames Koordinatensystem überführt.
➡️ Die Software erkennt Merkmale und Strukturpunkte in beiden Datensätzen und verschmilzt sie zu einem einheitlich konsistenten Gaussian Splatting 3D-Modell.

Dabei entstehen:
✔️ hochdetaillierte Modelle mit Boden-Präzision
✔️ großflächige Abdeckung durch Luftdaten
✔️ keine manuelle Ausrichtung zwischen Datensätzen


 

Warum ist dieser Workflow wichtig?

Komplexe Daten einfach miteinander verbinden

In klassischen Workflows muss eine Menge manuell konfiguriert werden:

  • Genauigkeit der Kameraparameter,

  • Überlappung der Bilder,

  • Kontrolle über Bezugspunkte,

  • iterative Ausrichtungsschritte.

Das erfordert Fachwissen und Zeit – und bringt Fehlerquellen mit sich.

Mit Aerial-Ground Fusion entfällt ein großer Teil dieser Schritte, weil LCC Studio den Merge-Prozess automatisiert. Das macht es für Teams zugänglicher, die nicht Experten in Photogrammetrie oder Punktwolken-Fusion sind.


 

Wie unterscheidet sich XGRIDS LCC von klassischen Tools?

Klassisch: Metashape, RealityScan2, Pix4D & Co.

Wenn man Drohnenbilder und Bodendaten heute kombiniert, läuft das häufig so ab:

  1. Drohnenflug mit spezialisierter Mapping-Software

  2. Import in Photogrammetrie-Software

  3. Separater Bodenscan-Import

  4. Manuelle Ausrichtung und Optimierung

Diese Tools verlangen viel Erfahrung:
⚠️ Parameter-Feinjustierung
⚠️ Kontrolle über Kameramodelle
⚠️ Selektive Filterung
⚠️ Oft mehrere Iterationen


 

Mit LCC Studio & Aerial-Ground Fusion

➡️ Import beider Datensätze in eine Software
➡️ Automatische Ausrichtung und Fusion
➡️ Ergebnis: ein konsistentes 3D-Modell – ohne umständliche externe Workflows

Das spart nicht nur Zeit, sondern macht den Prozess für Teams ohne tiefes technisches Background-Wissen nutzbar. So kann das Team sich auf die Daten-Capture-Phase konzentrieren – und die Software übernimmt den Merge.


 

Weitere wichtige LCC-Features

Map Fusion

Mit Map Fusion kannst du mehrere Bodenscan-Sessions miteinander verschmelzen, z. B. wenn ein Standort in mehrere Bereiche gescannt wurde und sogenannte Control Points in jeden Scan gesetzt wurden. Das Zusammenführen dieser Bodendaten kann ebenfalls mit Luftaufnahmen verknüpft werden.


HD Enhancement

Ein Premium-Feature in LCC ist HD Image Enhancement:
📸 Du kannst zusätzliche hochauflösende Fotos (z. B. mit DSLR oder iPhone) einbinden, um die visuelle Qualität von Scans zu erhöhen.

Derzeitige Einschränkung:
➡️ HD Enhancement lässt sich nicht gleichzeitig mit dem Aerial-Ground Fusion-Workflow kombinieren.
Dass diese beiden Premium-Features noch nicht zusammen funktionieren, ist nicht optmal.


Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

✅ Automatisierte Fusion ohne komplexe Nacharbeit
✅ Kein tiefes Fachwissen in Photogrammetrie nötig
✅ Kombiniert große Luftdaten und detailreiche Bodendaten
✅ Integrierter Workflow innerhalb einer Software
✅ Praktisch für Teams, die schnell Ergebnisse brauchen

Nachteile

⚠️ Proprietäre Bindung an XGRIDS-Hardware
⚠️ HD Enhancement und Aerial-Ground Fusion können noch nicht gemeinsam genutzt werden
⚠️ Weniger Kontrolle als in traditioneller Photogrammetrie-Software (für Experten)

 

Drone and 3D Scanner

Welche Hardware brauchst man für Aerial-Ground Fusion? 

XGRIDS-Scanner
Ein kompatibler Bodenscanner wie Lixel L2 Pro oder PortalCam für hochdetaillierte Ground-Daten. Diese Scanner sind die Basis – ohne sie funktioniert der Fusion-Workflow nicht, da LCC Studio proprietär auf XGRIDS-Hardware ausgelegt ist.

Drohne mit Mapping-Funktion
Die Drohne muss strukturierte Overlap-Grid-Flugmuster fliegen können, damit verwertbare Luftbilddaten entstehen. In der Praxis sind das aktuell vor allem DJI Enterprise-Modelle, weil nur diese offiziell Mapping-Grid-Flüge mit definierten Überlappungen unterstützen. Normale Consumer-Drohnen bieten dieses Feature meist nicht an.

RTK-Modul (optional beim Scanner)
Ein RTK-Modul wird beim Scanner genutzt, um die Position der Bodendaten genauer zu referenzieren — es ist kein zwingender Bestandteil des Fusion-Workflows, kann aber die Geo-Konsistenz verbessern. Ein solches Modul ist bei der PortalCam nicht verfügbar und auch bei Drohnen nicht Voraussetzung, sondern eher ein Zusatz zur Verbesserung der Positionsdaten.

clarence dadson

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Clarence Dadson CEO Design4real

FAQ zu Aerial‑Ground Fusion von XGRIDS LCC Software

LCC Studio (Lixel CyberColor Studio) ist eine proprietäre Softwareplattform von XGRIDS zur Verarbeitung und Fusion von 3D-Daten, die mit XGRIDS-Hardware wie dem L2 Pro, PortalCam oder K1 erfasst wurden. Sie basiert auf moderner Gaussian Splatting Technologie sowie SLAM-Algorithmen und erzeugt fotorealistische, messbare 3D-Modelle – ohne externe Tools.

Aerial‑Ground Map Fusion ist ein Workflow innerhalb von XGRIDS LCC Studio, bei dem strukturierte Drohnenbilder mit Bodendaten aus Scannern automatisch kombiniert werden. Beide Datensätze werden in ein gemeinsames Koordinatensystem überführt und zu einem einheitlichen Gaussian Splatting 3D-Modell verschmolzen.

Der Workflow automatisiert viele komplexe Schritte klassischer Photogrammetrie wie Überlappung, Bezugspunkte und iterative Ausrichtung. Dadurch sparen Teams Zeit und benötigen kein tiefes Expertenwissen – ideal für effiziente Arbeitsabläufe.

Klassische Tools wie Metashape oder Pix4D erfordern manuelle Ausrichtung, Parametereinstellungen und iteratives Arbeiten. XGRIDS LCC Studio hingegen vereint beide Datentypen automatisch und generiert ein fertiges Modell – ohne externe Workflows.

Es wird ein XGRIDS-kompatibler Scanner (z. B. Lixel L2 Pro oder PortalCam) zur Bodendatenerfassung und eine Drohne mit Mapping‑Funktion benötigt. Optional kann ein RTK‑Modul zur Positionsgenauigkeit beitragen.

Die Software ist nur mit XGRIDS‑Hardware kompatibel. Externe Daten können nicht frei integriert werden, und einige Funktionen wie HD‑Enhancement sind aktuell nicht mit dem Aerial‑Ground Fusion‑Workflow kombinierbar.